3. Treffen des Netzwerks „Handlungskonzept Inklusion Trier (HIT)“

Niklas Duehr/ November 14, 2014

Die Einladung erfolgte per Mail durch Hildegard Muriel (ESfA in der Region Trier e.V.).

Die Sitzung dauerte von 20.15 Uhr bis etwa 22.00 Uhr.

Teilnehmer: Uta Hemmerich-Bukowski (Rathaus Trier), Kerstin Hopp (ESfA), David Pense (ESfA), Nancy Poser (Behindertenbeirat Trier), Ute Jäcker (Gl-Gl), Reiner Schladweiler (Regionaler Elternbeirat Trier und ESfA), Daniele Barbi (ESfA), Hildegard Muriel(ESfA),Michael Ludwig (ESfA)

Die Tagesordnung ergab sich aus der Absicht, Frau Hemmerich-Bukowski von ihren Vorstellungen und Arbeiten zur Erstellung und Umsetzung des „Handlungskonzepts Inklusion der Stadt Trier“ berichten zu lassen und in eine Diskussion darüber mit ihr einzutreten.

Frau H.-B. berichtete von ihren beruflichen Tätigkeiten in den letzten Jahren. Sie sei seit 10 Jahren freiberuflich tätig im Bereich Beratung, Moderation, Coaching. Dabei habe sie hauptsächlich mit Kommunen und Organisationen gearbeitet. Seit dem 01.09.14 habe sie nun eine halbe Stelle für 2 Jahre bei der Stadt Trier mit dem Auftrag, die Prozesse im Bereich des Handlungskonzepts Inklusion in Trier zu organisieren und zu steuern.

Sie schilderte uns die Struktur der Arbeit an dem Handlungskonzept mit Auftaktveranstaltung, Lenkungsausschuss (Mitglieder: OB, Behindertenbeirat, Verwaltung, Experten), AG Verwaltung und Arbeitsgruppen, die von der Stadt vorgegeben wurde. Dabei sah sie zur Zeit folgende Schwerpunkte:

  • Sie müsse einen Prozess moderieren; dieser beziehe sich auf den Leitfaden des Landes zur Inklusion in  Kommunen. Dabei sei sie auf Expertinnen und Experten vor Ort angewiesen.
  • Es gebe eine Reihe von Handlungsfeldern, die sie entsprechend dem Leitfaden auf 10 eingrenzen wolle. In 2 Jahren soll ein Handlungskonzept stehen. Am Ende des Prozesses solle nicht nur ein Plan stehen, wie Inklusion in Trier umgesetzt werden kann, sondern es sollen schon während des Prozesses Bereiche zur Umsetzung gebracht werden. Dabei soll es um Dinge gehen, die realistisch und umsetzbar seien.
  • In den Handlungsfeldern sollten Visionen entwickelt werden, Ziele für die nächste Zeit formuliert werden, Handlungsoptionen benannt werden, die Umsetzungsplanung angedacht werden.
  • Für sie stelle sich zur Anknüpfung auch die Frage, was bei der Entwicklung von Inklusion in Trier aktuell ist, was schon läuft.
  • Sie wolle mit vielen verschiedenen Akteuren gemeinsam ein „inklusiveres Trier“ entwickeln. Die vorhandenen Akteure will sie für diese Prozesse interessieren und zur Mitarbeit gewinnen.

Am 26.11.14 soll in einer Auftaktveranstaltung um 17.00 Uhr im Angela-Merici-Gymnasium das Projekt vorgestellt werden und erste Diskussionen über die Arbeit geführt werden. Auch Arbeitsgruppen können dann schon gebildet werden und darüber gesprochen werden, wer dort mitarbeiten soll und was bei der Arbeit zu beachten ist.

Im Jahr 2015 sollen die Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern gebildet werden. In 3 bis 4 Sitzungen soll dort festgestellt werden, was es im Bereich Inklusion schon gibt im Arbeitsfeld, was Ziele sein können und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um diese zu erreichen. Frau H.-B. wird die Arbeitsgruppen moderieren. Über die Besetzung der Arbeitsgruppen macht sie sich schon jetzt Gedanken. Die Arbeitsgruppen sollen ein Jahr Zeit für ihre Arbeit haben.

Die Diskussion drehte sich um die Beteiligung an der Arbeit (auch der Mitglieder des Vereins, aber auch von Betroffenen)[„nicht ohne uns über uns!“], Fragen was Experten seien (auch Nicht-Experten haben Interessen in diesen Bereichen und können Lösungen finden), was zu überwindende Barrieren sind, die Frage ob Inklusion nur Behinderte betrifft oder auch andere Menschen und was aus diesen Bereichen zu behandeln sei, die Frage der Qualitätskontrolle bzw. Evaluation der Ergebnisse der Arbeit, ggf. durch die Universität Trier.

Am Ende des Gesprächs wies Hildegard Muriel auf die „Trierer Inklusionsgespräche“ hin, die wieder im Januar stattfinden werden und dort das Handlungskonzept Inklusion für Trier behandeln werden; Frau H.-B. wird dort ihr Konzept vorstellen; zudem wies Hildegard Muriel auf den „Inklusionstag Rheinland-Pfalz“ hin, der im Oktober / November nächsten Jahres stattfinden soll, ggf unter Beteiligung von Frau H.-B.

Bei den TeilnehmerInnen war der Eindruck entstanden, dass hier ein sehr fruchtbarer Informations- und Diskussionsprozess eingeleitet worden ist