„Schulsozialarbeit in inklusiven Schulentwicklungsprozessen“ – ein Aufsatz von Anna Moldenhauer in

inklusor/ Juni 23, 2015

In einem sehr interessanten Aufsatz erläutert Anna Moldenhauer die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung von Schulen in Richtung Inklusion mit Schulsozialarbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Gedanken treffen ebenfalls für Prozesse in Kommunen zu.

Die Sprache ist zwar wissenschaftlich und keinesfalls „einfache Sprache“ – Ich habe daher die Zusammenfassungen von Frau Moldenhauer in diesen Text übernommen -sie lesen sich z.T. einfacher, als der übrige Text.

Diesen Gesamttext veröffentlichen wir gleichzeitig unter „was wollen wir?“. Der Aufsatz im <sozialmagazin 11-12.2014> kann aber auch als PDF-Datei heruntergeladen werden. Am besten folgen Sie dem Link: http://trierer-machen-schule.de/schulsozialarbeit-in-inklusiven-schulentwicklungsprozessen/

Hier die Zusammenfassungen der einzelnen Abschnitte:

„1. Mit Inklusion ist der Anspruch verbunden, Fragen des Verhältnisses von Gleichheit und Differenz in schulischen Kontexten sowie damit zusammenhängende Formen der Kategorisierung neu zu reflektieren.

2. Schulen und die an der Gestaltung von Schule beteiligten Professionellen werden in inklusionsorientierten Entwicklungsprozessen aufgefordert, sich mit ihren Normalitätsvorstellungen auseinanderzusetzen.

3. Mittels Partizipation können Organisationen sich zunehmend flexibel auf die Bedürfnisse der Individuen einstellen.

4. Es geht darum, über „echte“ Partizipation in der Schule und im Kontext lebensweltlicher Bezüge gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und Benachteiligung entgegenzuwirken.

5. Im Rahmen inklusiver Schulentwicklung wird die wechselseitige Beeinflussung von Schule und Umfeld berücksichtigt.

6. Wenn sich Schule im Zuge inklusiver und ganztägiger Bildungsreformen zu multiprofessionellen Organisationen entwickeln, bedeutet dies, dass Schulsozialarbeit Teil einer Schule ist, die sie in vielen bereichen gleichberechtigt mitgestaltet.“

Zwei Anmerkungen:

Der Aufsatz untermauert die Thesen, die in der Veranstaltung „Eine gute Schule kann heute nicht mehr alleine arbeiten!“ am 19.06.15 in Trier deutlich gemacht wurden. In unserer Schulwirklichkeit, wie auch der Wirklichkeit von Schulsozialarbeit, sind wir aber von diesen Ansprüchen noch sehr weit entfernt. Insbesondere die rheinland-pfälzische Bildungspolitik müsste hier noch viel lernen!

Die Sprache des Aufsatzes trägt nicht gerade zur Partizipation bei. Dies trifft auch auf unsere Homepage zu. Wir werden uns bemühen, stärker in Richtung einfache Sprache zu arbeiten. Dies fällt uns aber deutlich schwer und wir müssen hier noch viel lernen. Ob wissenschaftliche Arbeiten dies leisten können, ist die Frage. Aber es könnte Übersetzungen geben…

 

Michael Ludwig